Eisenstadt und Umgebung
Eisenstadt, österreichische Stadt am südlichen Rand des Leithagebirges,
wenige Kilometer westlich des Neusiedler Sees. Die Hauptstadt des Burgenlandes
ist seit 1960 katholischer Bischofssitz mit zahlreichen Bildungseinrichtungen,
darunter die Handelsakademie und die Pädagogische Akademie. Von wirtschaftlicher
Bedeutung ist vor allem der Weinbau. Ursprünglich von den Römern besiedelt,
wird Eisenstadt 1264 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1373 Stadtrecht.
1445 fiel es an Habsburg, 1648 wurde es königlich ungarische Freistadt und
Residenz der Fürsten Esterházy. 1925 wurde Eisenstadt Landeshauptstadt für das
Burgenland. Beherrschender Bau der Stadt ist das von 1797 bis 1805 klassizistisch
veränderte Schloss Esterházy, das im 17. Jahrhundert über einer mittelalterlichen
Burg errichtet wurde. Zu den zahlreichen Bürgerhäusern mit spätgotischen und
barocken Bauelementen zählt das heute als Museum eingerichtete Haydn-Haus,
in dem der Komponist von 1766 bis 1778 lebte. Er war 30 Jahre als fürstlicher
Hofkapellmeister in Eisenstadt tätig. Die spätgotische Domkirche wurde Ende
des späten 15. Jahrhunderts erbaut.
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